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dem Online-Blog der Schülerzeitung der Beruflichen Oberschule Friedberg!

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Wir berichten für unsere Leserinnen und Leser hier über Neuigkeiten aus dem Schulleben, Interessantes aus dem Unterricht und schreiben über Dinge, die unsere Schülerinnen und Schüler wirklich bewegen.

Das Team der Schülerzeitung wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen der Beiträge!

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Kommentar: Abiturprüfungen während Corona — verantwortungslose und unsinnige Entscheidung

Söder hat gesprochen. Seit dem 27. gehen wir Abschlussklassen nun wieder in die Schule, trotz Pandemie, die in Deutschland schon über 6.000 Menschen getötet hat Während andere Länder sich dazu entschieden haben, das Schuljahr, auch für Abschlussklassen, einfach zu beenden, hat Bayerns Kultusministerium entschieden, die Abschlussprüfungen stattfinden zu lassen. Nun stellt sich die Frage, ist es wirklich sinnvoll, während einer weltweiten Pandemie seine Schüler Abiturprüfungen schreiben zu lassen? Wohl kaum. 

Mal angefangen mit den gesundheitlichen Risiken: Das Abitur besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Bei der Gruppenprüfung in Englisch werden vier bis fünf Schüler in einen Raum mit zwei Lehrern gesteckt und die Schüler sollen dann auf Englisch diskutieren. Soweit so gut. Jetzt muss der Sicherheitsabstand eingehalten werden, weswegen die Schüler weiter auseinander sitzen und folglich lauter reden müssen. Redet man lauter, spuckt man mehr. Gute Voraussetzungen für eine Tröpfcheninfektion. Jetzt nehmen wir mal an, die Schüler haben sich über die Entfernung nicht angesteckt und es kommt die nächste Gruppe herein. Klar, werden die Tische abgeputzt und desinfiziert, aber 100 %ig sicher ist man nicht, dass alle Viren verschwunden sind, wie auch? Somit steckt der nichts-ahnende Schüler den Nächsten an.

Aber auch die schriftlichen Prüfungen stellen ein Problem dar: Teilweise schreiben bis zu 100 Schüler in einer Turnhalle ihr Abitur. Nun sind Massenveranstaltungen verboten, aber das ist akzeptabel und ungefährlich? Dass das trotz Sicherheitsabstand unsinnig ist, erklärt sich wohl von selbst. Die Idee, das Abitur im Klassenzimmer zu schreiben, ist genauso mangelhaft: Viele Schulen bieten aktuell ein bis zwei Mal die Woche Präsenzunterricht an, weil das Schulgebäude nicht ausreichend große Klassenzimmer für den Sicherheitsabstand hat, um alle Abschlussklassen jeden Tag zu unterrichten. Wenn der Unterricht für alle gleichzeitig nicht klappt, wie sollen dann alle gleichzeitig Abitur schreiben? Ja, an großen Schulen oder Schulen mit weniger Schülern ist das Ganze kein Problem, aber es trifft eben nicht auf alle zu.

Außerdem ist Abitur schreiben unter diesen Umständen extrem unfair im Gegensatz zu anderen Jahrgängen. Wenn wir jetzt Mal vom Schlimmsten ausgehen, sieht das folgendermaßen aus: Es gibt Schüler, die selbst von Corona getroffen sind und gerade gesundheitlich kämpfen oder sie hatten einen Todesfall in der Familie wegen Corona. Das ist eine extreme mentale Belastung und es grenzt schon an Respektlosigkeit vom Kultusministerium, von den Schülern zu erwarten, unter diesen Bedingungen ihr Abitur zu schreiben und dabei auch ihre Bestleistung abzuliefern. Auch ohne Todesfall sind die Nerven der Jugendlichen strapaziert: Einerseits in einen so jungen Alter eine weltweite Krise mitzuerleben ist beängstigend und sie machen sich selbstverständlich Sorgen um ihre Familie und Freunde, dir zur Risikogruppe gehören. Andererseits fühlen sie sich alleingelassen, weil sie sich den Abiturstoff größtenteils selber beibringen müssen und sie sind im Allgemeinen unvorbereitet. Kann man ihnen ihre Sorgen verübeln? Ich denke nicht. Mit dem Beschluss des Kultusministeriums, die Abiturprüfungen stattfinden zu lassen, lassen sie ihre Schüler ins offene Messer laufen und bestätigen damit alle Befürchtungen aller Jugendlichen.  In manchen Fächern ist noch nicht mal der Prüfungsstoff komplett durch und mein Lehrer wird wohl nicht der einzige sein, der zu seinen Schülern sagt: „des müsst ihr halt jetzt zu Hause selber erarbeiten. Ist halt jetzt so.“ Ja, ist halt jetzt so. Wie kann Markus Söder dann behaupten, es wäre eine faire Lösung, wenn alle vorigen und folgenden Abschlussklassen sich nichts selbst beibringen müssen? Ja, wir haben sechs Wochen Zeit, uns auf das Fachabitur vorzubereiten, aber in manchen Fächern ist es schwer bis unmöglich, sich alleine durchzuarbeiten. Zum Beispiel Mathe: Vieles muss einfach persönlich erklärt werden, da es über den E-Mail-Verkehr schwer verständlich ist. Zudem gleichen zwei Stunden Präsenzunterricht im Vergleich zu den vier Stunden ohne Corona nicht die entstandene Benachteiligung aus. Und wie viele Schüler zu pflegen sagen: „wenn ich mir Mathe selber beibringen könnte, dann wäre ich ein Einserschüler.“  Es gibt auch Fälle, da ist das Lernen zu Hause nicht möglich, da gerade alle vier Geschwister daheim sind und das Equipment gar nicht vorhanden ist. Soziale Ungerechtigkeit stoppt auch nicht während einer Pandemie. Mit einer Abiprüfung lassen wir die schwächeren und weniger privilegierten Schüler im Stich — in einer Zeit, in der Zusammenhalt und Unterstützung so wichtig ist.

Mein Vorschlag: Wie nun auch vom Kultusministerium beschlossen, sollen die Noten vom ersten Halbjahr übernommen werden und ins zweite Halbjahr eingerechnet werden, hierbei immer zum Vorteil des Schülers. Für jeden, der sich verbessern will, stehen Ersatzprüfungen zur Verfügung, bei denen der Stoff des zweiten Halbjahres, im Umfang der zu ersetzenden Note(n), abgefragt wird. Falls diese schlechter ausfallen als die Noten vom ersten Halbjahr, können immer noch die besseren Noten genommen werden. Und anstatt das Abitur zu schreiben, wird das Schuljahr beendet und der Abiturschnitt aus den vorhanden Noten gebildet. Manche werden jetzt sagen, dass es damit viel zu leicht ist im Gegensatz zu vergangenen und zukünftigen Jahrgängen, aber diese hatten auch nicht mit einem Virus zu tun, der die ganze Welt befallen hat.  Somit lasst uns allen Schülern ein Vorbild sein und zeigen, dass das Wichtigste die Gesundheit ist und der Staat die Sorgen und Probleme seiner Bürger sieht und versteht. In so einer Zeit sollten wir eher unsere Eltern, Großeltern und ältere Mitmenschen unterstützen und helfen, wo wir können, anstatt auf Prüfungen zu büffeln, obwohl es im Moment so viel Wichtigeres gibt.

Kommentar von Eva Treder (F12WB)

Kommentar: Nach Shutdown nun Ferien-Down zum Wohle aller?

Nach wochenlanger Haft im eigenen Zuhause kehrt langsam Schritt für Schritt Normalität in die Häuser ein. Die ersten Schüler gehen unter strengen Auflagen wieder in den Unterricht und auch die Eltern dürfen wieder an die Arbeitsplätze zurückkehren. Für beide Seiten eine willkommene Abwechslung zum ständigen Aufeinandersitzen in den eigenen vier Wänden, welches nicht selten zu internen Konflikten führt. Doch in 1-2 Monaten stehen in den Bundesländern die Sommerferien an, was sechs weitere schulfreie Wochen bedeutet. Doch brauchen die Schüler wirklich noch so viel Ferien nachdem sie die letzten Wochen keine Schule besucht haben? Auf keinen Fall sollte man durch so lange Ferien die Belastungsgrenze des Hausfriedens belasten, weshalb man die Sommerferien dieses Jahr verkürzen sollte, wie auch Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, vor einiger Zeit gefordert hat. Man sollte zwei bis drei Wochen vorher anfangen, also bereits Ende August. Hier die Gründe:

Die Schüler haben zuhause weiterhin Aufgaben der Lehrer bekommen, jedoch lange nicht den Umfang, den sie in dieser Zeit in der Schule schaffen könnten. Durch eine Verkürzung der Sommerferien würde den Schülern am Anfang des nächsten Schuljahres Zeit bleiben, mit den Lehrern den fehlenden Stoff nachzuholen. So entsteht kein Nachteil für Schüler, denen es zuhause schwer fällt, sich den Unterrichtsstoff selbst beizubringen und anzuwenden. Durch diesen Ausgleich entsteht auch kein Nachteil gegenüber anderen Klassenstufen, die für ihren Schulabschluss diese Zeit in der Schule nutzen konnten. Somit wäre es ein Gewinn für die Schüler, die Chance zu haben, mit Lehrern den Stoff aufzuholen.

Durch das Corona-Virus ist das Reisen in diesem Jahr erschwert, beziehungsweise begrenzt möglich. Den Familien fehlt Einkommen durch Kurzarbeit oder Stellenstreichungen, welches normal für Urlaube und Familienunternehmungen genutzt werden konnte. Der Rest ist für das Notwendigste bestimmt, weshalb Reisen als Luxus zunächst anderen Prioritäten weichen muss. Und: Die Grenzen bisher noch geschlossen und von Sommerurlauben wird stark abgeraten, um eine weitere, nicht nachvollziehbare Verbreitung des Virus zu verhindern. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde bis Mitte Juni verlängert, weshalb man als vorsichtiger Bürger lieber nichts riskieren sollte. Weil also Reisen dieses Jahr sowieso ausfällt, erscheinen die sechs Wochen Sommerferien sehr lange und warum einen Teil der Zeit nicht nutzen, Schulstoff aufzuholen?

Die Kinder sind bereits seit Wochen zuhause und dürfen nichts unternehmen. Eine große Belastung und Herausforderung für Eltern, die ihre Kinder unterhalten und auf sie aufpassen müssen. Zusammen mit Beruf und vielleicht noch alleinerziehend ist dies eine Herkules-Aufgabe, denen Mütter und Väter ausgesetzt sind. Um Eltern und ihre Kinder zu entlasten, sollten die Sommerferien verkürzt werden, um die nächste schwierige Hürde etwas zu erleichtern. Die Kinder waren lang genug zuhause eingesperrt und konnten sich erholen, deshalb kann man den Eltern Arbeit abnehmen und die Ferien verkürzen.

Eine Verkürzung der Sommerferien ist eine gute Lösung für Eltern als auch für ihre Kinder. Nach dieser langen Zeit zusammen, die beide Seiten auf Dauer belastet, kann man den Kindern Unterricht und den Eltern Entlastung gönnen. Deshalb sollte man bundesweit auf Einigkeit stoßen und sich dafür einsetzen, die Sommerferien zu verkürzen, wie es die aktuelle Lage verlangt.

Kommentar von Leon Hopfes

Unser Corona-Tagebuch: „Nicht alles erscheint grau“!

An dieser Stelle schreiben unsere Autorinnen und Autoren im Wechsel über ihre Erfahrungen in der aktuelle Krise und wie sie die Quarantäne erleben.

Silan meint: „Also, nun sind drei Wochen vergangen, seitdem die Schule geschlossen wurde und die Osterferien fangen an! Mir ist aufgefallen, dass mir in der Zeit der Quarantäne nicht der nicht-geregelte Tagesablauf oder das eigenständige Lernen schwer fällt, sondern die Tatsache, dass ich keine Freunde sehen kann und die Angst davor, andere anzustecken – falls ich den Virus in mir tragen sollte. Aber auch ist mir aufgefallen, dass das Gute in den Menschen zum Vorschein kommt. Junge Leute kaufen ein für ältere Menschen, die in der Gefahrengruppe sind. Es gibt Aktionen, die Hilfsbedürftigen helfen und man verbringt mehr Zeit mir der Familie und stärkt das familiäre Bündnis. Auch kommt hinzu, dass die Lahmlegung von Teilen der Wirtschaft der Umwelt zu Gunsten kommt.

Im Großen und Ganzen finde ich, dass trotz der Umstände nicht alles ‚grau‘ erscheint – vielleicht kann ich das ja auch sagen, weil ich das Privileg habe in einem wohlhabenden Sozialstaat zu leben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es anderen auch so gut gehen kann wie uns – auch wenn sie eventuell nicht die Möglichkeit haben, sich das zu leisten – wie zum Beispiel in Amerika, wo nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wirklich vom Gesundheitssystem profitiert.“

Fabian schreibt: „Die Anspannung war schon während der Tage vor der Entscheidung von Ministerpräsident Söder zu spüren. Läuft hier in der Schule jetzt alles ganz normal weiter oder trifft der ‚Shutdown‘ auch uns? Gewissheit hatte ich bereits am Donnerstagnachmittag. Anstatt mein Referat weiter zu machen, habe ich mich sofort in den ‚Freizeitmodus‘ begeben müssen. Natürlich darf jetzt auch die Schule und das Lernen nicht zu kurz kommen – aber im eigenen Tempo zu arbeiten, fand ich deutlich entspannter als den ganzen Lernstoff im gewöhnlichen Lerntempo abarbeiten zu müssen – egal, ob es einem zu schnell oder zu langsam gewesen ist. Nachdem meine Mutter selbstständig ist, kenne ich natürlich auch die Sorgen eines Arbeitgebers mit einem kleinen Unternehmen. Der sorgt sich nun gewaltig um seine Existenz und das macht natürlich auch in der Familie nicht halt! Umsatzausfall, kein Eingang der Soforthilfe oder auch Schwierigkeiten beim Kurzarbeitergeld!

Als Gewinner fühlen sich dagegen auf jeden Fall die Haustiere. So viel Aufmerksamkeit wie in diesen Zeiten hat beispielsweise mein Hund schon lange nicht mehr bekommen. Anstatt den Spaziergang aufgrund der extremen Termindichte schnell hinter sich bringen zu müssen, steht nun einer ausgedehnten Runde nichts mehr im Wege. Aber auch die Hobbys, welche man auch ohne Team und spezielle Räumlichkeiten  ausüben kann, bekommen in dieser Zeit einen besonderen Stellenwert. Zudem ist es aus meiner Sicht eine willkommene Gelegenheit, etwas für die Schule vorzuarbeiten, indem man zum Beispiel ein Brainstorming für seine Referate entwirft.

Aber natürlich macht man sich auch Gedanken über das Virus. Meine Einstellung dazu: ‚Man sollte alles Mögliche tun, um die Gefahr zu minimieren. Aber ganz ausschalten lässt sie sich nicht! Respekt sollte man also vor der Situation haben, aber nicht unbedingt in Angst und Panik verfallen‘.“

Kamila kann der Krise auch Positives abgewinnen: „Für fünf Wochen zu Hause bleiben hat sich am Anfang wie Sommerferien angehört, doch die Atmosphäre ist ganz anders. Rausgehen steht nicht wirklich auf dem Programm – Ausnahmen sind dann in den überfüllten Läden einkaufen gehen und fremden Menschen mit Masken begegnen. Überall Abstand halten, Kassierer hinter dünnen Plastik-Wänden begrüßen und an vielen Stellen leere Regale sehen. Derartige Szenen kennen wir nur aus Filmen und Geschichtsbüchern.

Zum Glück ist die Zeit aber nicht so bedrückend wie es auf dem ersten Blick wirkt! Dank des Internets ist weltweit eine Art von globaler Solidarität entstanden und immer wieder sieht man lustige Beiträge von Leuten aus aller Welt, die aus Langweile jetzt zu Unterhaltungskünstlern werden. Deswegen handelt es sich hierbei um eine teilweise schöne Sache, egal wie abstrakt und fremd die Situation eigentlich ist. Ich habe es noch nie erlebt, dass die Menschen so stark zusammen halten und das gleichen Ziel anstreben – sich die Zeit verschönern! Trotz dem ‚Social Distancing‘ war sich die Menschheit seit langem nicht mehr so nah. Es werden viele Anrufe getätigt, Leute erkundigen sich, wie es anderen geht und ob sie etwas für die Älteren einkaufen sollen. Plötzlich schreibt man wieder mit Freunden, von denen man schon lange nichts mehr gehört hat.

Die Unterstützung macht die Zeit erträglicher und zeigt, dass wir Menschen auch im Stande sind, in schlimmen Fällen zusammen zu halten! Nichtsdestotrotz, die Schule wird langsam vermisst, auch wenn mein Wecker und ich auf Kriegsfuß stehen!“

Sandra war beim Einkaufen unterwegs und fand „die Markierungen in den Supermärkten, die leeren Straßen und natürlich den Klassiker – ein leeres Klopapierregal – bezeichnend für die Folgen der Corona-Krise“.

Fotos: Sandra Hanke, Kühbach

 

 

Wie hole ich das Beste aus mir heraus? – Unser neues Spitzenthema „Lifestyle“

Liebe Leserinnen und Leser der Schülerzeitung FRIEDO,

es ist nun einmal wieder an der Zeit in ein neues Spitzenthema einzusteigen. Dieses Mal hat sich unser Team für das Thema „Lifestyle“ entschieden: was soll man anfangen, mit der eigenen Freizeit? Wie die Zukunft gestalten? Wie kann man seinen Lebensweg finden und das Beste aus sich herausholen? All diese Fragen wollen wir für die nächste Zeit in unseren Artikeln thematisieren, weil wir finden, dass wir uns, gerade jetzt durch das bevorstehende Abitur, in einer Phase befinden, in der diese Themen besonders wichtig erscheinen. Wir befinden uns alle gerade dabei, sowohl unseren Weg als auch uns selbst zu finden.

 

Unter Lifestyle kann man vieles verstehen, prinzipiell handelt es sich dabei aber einfach um einen Begriff, der die individuelle Lebensgestaltung umfasst. Unser Lifestyle ist also die Art und Weise, wie wir unser Leben führen und gestalten und bezieht somit alles mit ein, was im weitesten Sinne mit unserem Alltag zu tun hat – unabhängig davon, ob das nun die berufliche Zukunft, die Freizeitgestaltung, unsere Gesellschaft, eine gesunde Ernährungsweise oder auch die körperliche und geistige Fitness ist. Das kann sich auf ein Individuum, aber auch gleichermaßen auf eine Gruppe von Personen beziehen, die ein gemeinsames Ideal vertreten. Damit zählt auch die Zugehörigkeit zu einer der diversen Subkulturen wie Hippies, Individualisten oder Aussteiger als Lifestyle. Gerade durch seine Vielfältigkeit bietet sich „Lifestyle“ also als Thema an, welches für jeden von uns von Interesse ist.

So mancher Lifestyle hat sich mittlerweile sogar zum regelrechten Massentrend entwickelt. Das betrifft unter anderem die Bewegungen zum Veganismus, zur Nachhaltigkeit, einem (digital)„Detox“, der angemessenen Work-Life Balance oder dazu, einen körperlich aktiveren Lebensstil zu führen.

Text: Sandra Hanke

„Spektrum der Gesundheit“: Wie schwer ist unser Herz?

Wie schwer ist unser Herz? Wie fühlt es sich an? Wie sehen die verschiedenen Klappen aus? Was macht es so stabil? All diesen Fragen sind wir im Wahlpflichtkurs Spektrum der Gesundheit auf den Grund gegangen.

Zunächst haben wir im Unterricht von Studienreferendarin Vera Kinzelmann den Aufbau des Herzens besprochen: Das Herz besteht aus dem rechten und linken Vorhof, den beiden dazugehörigen Herzkammern, der Lungenvene, den Hohlvenen (->Venen transportieren Blut zum Herzen), der Lungenarterie und der Aorta (->Arterien transportieren das Blut vom Herzen weg, die Aorta bringt das sauerstoffreiche Blut in unseren Körper).

Nun konnte es losgehen!

Jeder durfte sich ein Schweineherz abholen und dieses erst einmal betrachten und anfassen. Schon ein bisschen eklig…

Als erstes sollten wir schätzen, wie schwer das Schweineherz ist und welche Maße es hat. Dabei lagen die Schätzungen der meisten Schülerinnen und Schüler ziemlich daneben. Das Herz eines Menschen ist ungefähr so groß wie seine Faust und wiegt etwa 300 Gramm.

Nachdem wir das Herz betrachtet, gewogen und gemessen hatten, wurde das Schweineherz aufgeschnitten. Bei diesem Vorgang war besondere Vorsicht geboten, da nur bis zum Ansatz der Gefäße mit dem Skalpell gearbeitet werden sollte.

schweinherz

Im nächsten Schritt klappten wir das Herz auf und betrachteten es von innen. Dabei konnte man besonders gut die Ein- und Ausgänge der Venen und Arterien sehen, welche wir mit einem Strohhalm und unseren Fingern nachverfolgten.

Dabei sind wir auf die Taschenklappe in der Aorta gestoßen.

Die Segelklappen, die jeweils den Vorhof von der Kammer trennen, wurden bei einem gut durchgeführten Schnitt deutlich sichtbar. Die Segelklappen stellen sicher, dass das Blut nur in eine Richtung fließen kann.

Zum Ende unserer Unterrichtseinheit erhielten wir den Arbeitsauftrag, die linke und rechte Herzkammer anhand eines besonderen Merkmals zu unterscheiden.

Der Unterschied liegt darin, dass die Wand der linken Herzkammer deutlich kräftiger und somit dicker gebaut ist als die Wand der rechten Herzkammer. Das konnte man deutlich sehen. Es liegt daran, dass die linke Kammer das Blut mit höherem Druck durch den gesamten Körper pumpen muss. Sie vorsorgt den Körperkreislauf, während die rechte Kammer lediglich für den Lungenkreislauf zuständig ist.

Text und Bilder: Maria Demir, Jana Eibel (F12GA), Sophia Nachbaur (F12GD)

Stundenplanänderungen zum Halbjahr: „Siesta“ hat Vor- und Nachteile

Was bereits seit längerem angedeutet wurde, ist nun Realität. Pünktlich zum Halbjahr wurde der Stundenplan geändert. Anstatt der bisherigen 45-Minuten-Pause ab acht Unterrichtsstunden gibt es nun eine einheitliche „Siesta“ – und zwar jeden Schultag von 13:10 bis 13:35. Ziel hierbei: Die Stundenpläne sollen komprimiert werden, damit der Schüler durchschnittlich früher zuhause ankommt. In den 13. Klassen konnte das Versprechen auch mustergültig in die Tat umgesetzt werden. Deshalb kann man hier sicherlich von einer gelungenen Aktion sprechen. So sind beispielsweise eine Anhäufung von sogenannten „Hohlstunden“ sowohl in der „F13 Sozial“ als auch in der „F13 Wirtschaft“ endgültig Geschichte.

Jedoch ist im Gegensatz dazu bei sehr vielen 12. Klassen zu erkennen, dass die Stundenplanänderung zum Halbjahr hier zu nur wenigen Veränderungen geführt hat. Der Grund hierfür ist jedoch nicht schulintern zu finden. Die Einführung von Wahlpflichtfächern ist zwar vom Prinzip her eine gute Idee, indem der jeweilige Schüler seinen Eignungen entsprechend Themengebiete vertiefen kann. Jedoch führt dies auch zu einer voll gepackten Stundentafel und einer hohen Belastung des einzelnen Schülers. Es stellt sich mir hierbei auch die Frage, ob manche Fächer im Gegenzug nicht gekürzt werden sollten, damit die Schüler nicht immer „noch länger“ in der Schule bleiben müssen – auch wenn natürlich mit dem (Fach-)Abitur eine bestimmte Portion an Grundwissen und vertiefte Fachkenntnisse vermittelt werden sollten.

Kommentar von Fabian Wölfle

Meinungsaustausch auf höchstem Niveau!

Vor kurzem war es wieder soweit. Am 13. Februar trafen sich die besten Debattanten ihrer jeweiligen Schulen aus der Umgebung im St. Anna Gymnasium zum Wettbewerb „Jugend debattiert“, um die wortgewandtesten Schüler aus unserer Region zu ermitteln. Dabei ging es um zunächst um das Thema, ob Jugendliche sich selbst verpflichten sollen, ihre Handynutzungszeit zu begrenzen. Aber auch die Frage, ob die Polizei in Pressemitteilungen die Nationalität von Tatverdächtigen nennen sollte, beschäftigte die Debattanten.  Dabei wurden handfeste, stimmige Argument erwähnt. Allen voran wurde bei Frage, ob Jugendliche ihre Handynutzungszeit selbst kontrollieren sollten, genannt, dass man dies nicht pauschalisieren könne. Jeder Jugendliche hat einen anderen Charakter. Deshalb muss die Entscheidung individuell gefällt werden. Aber auch die zweite Themenfrage wurde von den Debattanten sehr ausführlich diskutiert und es wurden überzeugende Argumente für die Pro- und Kontra-Seite vorgebacht.

Aus Jurorsicht würde ich sagen, dass es sehr hochklassige Debatten waren, die sehr wenig pauschalisiert haben. Stattdessen wurde differenziert auf die einzelnen Themenfragen und auf dazugehörige mögliche Probleme eingegangen. Dies ist meiner Meinung nach besonders lobenswert, da unsere Gesellschaft dazu neigt, Dinge über einen Kamm zu scheren und damit individuelle Persönlichkeiten zu übersehen.

Die besten vier Schüler der Debatten im St. Anna Gymnasium hatten schließlich am Nachmittag die Ehre, die Finalrunde im Augsburger Rathaus – genauer gesagt im Goldenen Saal – austragen zu dürfen. Besonders bemerkenswert hierbei: einer von ihnen war Remo – mit gerade einmal vierzehn Jahren – hat er es geschafft, sich gegen zum Teil deutlich ältere und somit erfahrenere Konkurrenten durchzusetzen. Doch das Finale war für ihn (noch) eine Hausnummer zu hoch. Gegen seine Konkurrenten fand er kaum die Möglichkeit, mit starken Argumenten dagegenzuhalten. Das Thema war, ob die Stadt Augsburg den Klimanotstand ausrufen solle. Von unserer Schule konnte sich leider keiner für das Finale qualifizieren. Trotzdem ein großes Lob an unserer Vertreter Adriano und Marie – die unsere Schule, unabhängig von Ergebnis, sehr würdig vertreten haben.

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WHO ruft internationalen Notstand aus: Ist der Coronavirus wirklich so gefährlich?

Vor knapp einem Monat rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angesichts des neuen Coronavirus, offiziell „2019-nCoV“ oder neuerdings auch „SARS-CoV-2“ genannt, den internationalen Notstand aus. Grund dafür war vor allem die rasante Verbreitung des Virus auch über die Landesgrenzen Chinas hinaus, mehrfache Todesfälle und die potentiellen Gefahren für Länder mit einem schwachen oder instabilen Gesundheitssystem sowie die weltweite Wirtschaft, die die Folgen des Ausbruchs schon jetzt zu spüren bekommen hat.

Das Coronavirus ist in erster Line eine Lungenkrankheit die überwiegend durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion übertragen wird, sich somit also leicht verbreiten lässt. Der neue Erreger gilt unter anderem als eine Variante des bereits bekannten Sars-Virus. Die anfänglichen Symptome des Coronavirus sind die gleichen – wie die einer gewöhnlichen Erkältung oder Grippe : Husten, Kopfschmerzen, Fieber und so weiter können sich jedoch bis hin zu einer Lungenentzündung entwickeln. 2019-nCoV hat eine durchschnittliche Inkubationszeit von zwei Wochen; in diesem Zeitraum ist man auch schon vor dem Ausbruch der Krankheit ansteckend. Tödlich endete eine Infektion jedoch bislang nur dann, wenn die betroffene Person bereits durch Vorerkrankungen geschwächt war. Das Virus ist jedoch nicht nur deshalb schwer einzudämmen, weil es sich leicht überträgt und nicht sofort identifizierbar ist – es ist auch äußerst mutationsfreudig.

Ursprünglich stammt das Coronavirus der Aussage von Forschern zufolge von Wildtieren, welche unter anderem auf dem Fischmarkt in Wuhan verkauft wurden. Welche Tiere genau es übertragen haben, ist noch unklar – jedoch haben Nachforschungen ergeben, dass die wahrscheinlichsten Kandidaten Fledermäuse und Giftnattern sind, da das Coronavirus eine genetische Anpassung an diese aufweist und die verdächtigten Arten in China häufig vorzufinden sind.

Der erste bestätigte Fall in Deutschland war ein Mann aus Bayern, angestellt bei dem Automobilzulieferer Webasto, der sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, die eingereist war. Mittlerweile gibt es hierzulande etwa 16 bekannte Fälle und weltweit etwa 70 000 Infizierte, die von dem Virus betroffen sind.

Wie kann man sich nun gegen das Coronavirus schützen?

Jedenfalls nicht durch die Mundschützer, zu denen in Massen gegriffen wurde; diese sind nämlich vorwiegend dazu da, dass man selbst keine Erreger ausstößt. Viel wichtiger ist eine ordentliche Handhygiene, einen gesunden Abstand zu anderen Personen einzuhalten, wenn man niesen muss und das Waschen der Hände auch nach jedem Schnäuzen.

Text: Sandra Hanke

Wusstet ihr eigentlich, dass…

unsere Englisch- und Französischlehrerin Frau Wiediger-Krzich…

… am liebsten das Buch „Schiffbruch mit Tiger“ liest,

… es liebt, in ihrer Freizeit im Garten zu arbeiten,

… in einer Bar gerne als Pina Colada serviert werden würde.

… Filme meistens zum Einschlafen schaut,

… gerne einen Zauberstab hätte, der Leute dazu bringt, ihre Individualität zu zeigen,

… Hundebesitzerin ist und

… es sie auf die Palme bringt, wenn Fremde Anschuldigungen auf die falschen Hundebesitzer werfen, sie sich ansonsten aber kaum je über etwas aufregt;

… als Kind Tierärztin werden wollte, sich heute darin aber nicht mehr sehen könnte

… und in ihrer Jugend schon alle möglichen Haarfarben hatte?

Interview geführt von Sandra Hanke

„Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht“: Adani und der Bau einer Kohlemine in Australien

Zitat von Werner von Siemens

Am 12. Januar 2020 twitterte die deutsche „Fridays for Future“-Sprecherin Luisa Neubauer: „Am Montag ruft #FridaysForFuture zu 11 Spontan-Demonstrationen gegen Siemens und die Fehlentscheidung von @JoeKaeser auf […]“. Im Laufe der nächsten Tage wandern Tags wie „#KaeserFuelsFires“ durch die sozialen Medien. Aber wie konnte es so weit kommen? Wie konnte sich ein so etablierter Konzern mit eigentlich ökologisch vertretbaren Geschäftsmodellen in eine solche Lage bringen?

Die Geschichte beginnt am 2017 als die Firma „Adani“ ihre Beschlüsse veröffentlicht hatte, die den Bau einer der weltweit größten Kohleminen in Australien bestätigen. In dem unberührten Gebiet Galilee Basin des Staats Queensland in Australien soll diese Kohlemine errichtet werden und jährlich 6 Millionen Tonnen Kohle abbauen. Damals wurde das Projekt von der australischen Regierung als eine große Chance betrachtet. So soll diese Mine der Wirtschaft der Nr. 1 Kohleexport-Nation einen Aufschwung geben und tausende Jobs generieren. „Wir sind ein ressourcenreicher Staat, wir sind ein agrarisch reicher starker Staat, wir sind ein tourismusreicher Staat und wir brauchen Jobs!“, so Annastacia Palaszczuk, Queenlands Premierministerin. Die Regierung ging sogar soweit, Adani eine Milliarden Dollar zu leihen um eine Zugstrecke zu bauen, damit die Kohle zu der Küste transportiert werden kann. Schon damals wurden die umweltschädlichen Aspekte aufgezeigt und die Menschen gingen Demonstrieren, aber damals war es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Im Laufe der nächsten Monate wurde dem Projekt viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt als es Adani lieb gewesen wäre. Proteste verbreiteten sich in ganz Australien und teilweise schon in den Vereinigten Staaten. Grundwasserschutz war eines der Hauptschlagworte, welches in der Regierung nun regelmäßig fällt. Jene Regierung wird durch das Adani-Projekt von Woche zu Woche immer gespaltener und durch die bereits unterschriebenen Vereinbarungen steht sie unter immer größer werdendem Druck. Diesen Druck bekommt auch Adani zu spüren: Gegen Ende des Jahres 2018 musste die Firma einlenken. Die Pläne wurden über den Haufen geworfen, die Vision ist geplatzt. Aus dem anfänglichen 16 Milliarden-Projekt, in das sich äußere Aufwandsträger „reinkaufen konnten“, wurde ein 2 Milliarden-Projekt, welches der Konzern nun selbst finanzieren muss. Dennoch bleibt es die größte Kohlemine Australiens.  

Hinter den ganzen Demonstrationen und Protesten, welche es scheinbar geschafft haben, Adani einknicken zu lassen, steckte aber noch viel mehr: Es ging nicht nur um diese Firma, nicht nur um dieses Projekt. All die Menschen, welche sich seit Jahrzehnten für das Klima einsetzen, fühlen sich durch diese Mine in Australien gedemütigt. Zu beschließen, die größte Kohlemine der Welt zu eröffnen, ist die Antithese dessen, was die Regierung eigentlich in Erwägung ziehen sollte. Die Umweltaktivisten sind an dem Gipfel angekommen und laut genug geworden, um einen Milliardenkonzern in die Ecke zu treiben.

Es ist mittlerweile 2020 und durch Greta Thunberg ist eine Bewegung von historisch ungesehenen Ausmaßes geboren worden. „Fridays for Future“ setzt sich seit mittlerweile einem Jahr global für den Erhalt unseres Planeten ein. Gleichzeitig beschließt die Regierung Queenslands den Bau der Kohlemine trotz Grundwasserregulierungen zu genehmigen. Adani beginnt sofort mit dem Bau. Nach neuen Berechnungen wird nun geschätzt, dass die Kohlemine 10 Millionen Tonnen Kohle jährlich nach Indien liefern wird – Kapazitäten reichen bis zu 27 Millionen. Umweltaktivisten und –demonstranten nehmen diesen Schlag nicht hin. „Die Bewegungen werden größer und stärker und wir werden diesen Kampf weiterführen“, so Emma Barrett, einer der Köpfe der Gegenbewegung.

Im späten 2019 beginnt Australien zu brennen. Buschbrände werden zu Waldbränden. Landschaften und Siedlungen werden von der Naturgewalt dahingerafft. Noch heute brennt eine Fläche größer als Bayern und Baden-Württemberg.

Währenddessen fragt Adani verzweifelt Firmen auf der gesamten Welt an, um ihnen bei dem Bau zu helfen. Lukrative Aufträge – zweifellos millionenschwere Deals. Aber die Firmen lehnen ab. Zu groß sei die öffentliche Opposition. Adani muss Puzzle zusammensetzen und in einem bürokratischen Albtraum versuchen den Bau mit minimaler Unterstützung durchzuführen.

Siemens hingegen ist einer der wenigen Großkonzerne, welche nicht „nein“ gesagt haben. Die Firma hat vor, Technik für das Bergbauprojekt zu liefern. Unter anderem jene für die Zugstrecke, welche essenziell für das gesamte Projekt ist.

„Fridays for Future Deutschland“ hat zusammen mit Umweltorganisationen wie Greenpeace zu spontanen Großdemos aufgerufen. So zum Beispiel ist eine Menschenkette um das Quartier der Augsburger Siemenszentrale errichtet worden. Dieser öffentliche Druck hat – so klein das Gewicht von Siemens in diesem Projekt auch sein mag – den Konzern zittern lassen. Drei Mal wurde die Entscheidung vertagt. CEO Joe Kaeser hat sich sogar mit Luisa Neubauer, FFF-Gesicht Deutschlands, getroffen, um die Pläne für die Kohlemine auszudiskutieren. Letzten Endes haben aber auch diese Bemühungen nichts gebracht. Laut Kaeser habe Siemens ja Verpflichtungen gegenüber ihren Aktionären. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass – trotz des Imageschadens – Siemens bei dieser Entscheidung bleiben wird.

Letzten Endes ist Siemens aber nur ein Rad in einem gigantischen Getriebe. FFF’s Bemühung nur die Spitze einer riesigen Kampagne gegen einen Kohleabbau. Adani nur eine Firma von vielen. Aber diese Geschichte hat symbolische Bedeutung – nämlich, dass die Zeit, in der wir leben, von Bedeutung ist. Ja, Konzerne sind Konzerne, aber durch die Proteste konnten unglaubliche Schritte begangen werden. Auch wenn die Umweltschutz-Bewegungen dieses Mal noch nicht ihre Ziele erreicht haben, so lehrt uns diese Geschichte, dass Bürger gemeinsam viel bewirken können. Und darauf können wir stolz sein.

Text von Thomas Berchtold