Durchaus eine Überraschung!

Vor etwa einer Woche am 25. Juni war es soweit – erstmals wurde der „isi-Digital-Preis“ an Schulen in den Kategorien Realschule, Gymnasium und berufliche Schulen vergeben, die die neuen Medien besonders wirkungsvoll in ihren Unterricht einsetzen. Mit dabei für die beruflichen Oberschulen: unsere FOSBOS Friedberg. Dort war die Freude schon groß, denn zur Preisverleihung am Sendlinger Tor wurden die prämierten Schulen eingeladen. Somit stand schon zu diesem Zeitpunkt fest, dass man mindesten den dritten Platz erreichte und sich die Einführung der iPad-Klassen im Jahre 2014 ausgezahlt hat.

Dabei ist besonders erwähnenswert, dass dies alles ohne große finanzielle Mittel gelang. Denn: Das Landratsamt Aichach-Friedberg weigerte sich, dass Projekt zu bezuschussen. Mit der Begründung, die Kosten seien unverhältnismäßig. Was für ein fataler Trugschluss! Schließlich ist die Digitalisierung die letzten Jahre immer weiter am Voranschreiten. Dabei müssen Schulen auch mit der Zeit gehen, da sie die Generation von morgen (aus)-bilden.

Frau Scroggie hat es hierbei geschafft, ihr Kollegium für die Idee der iPads zu überzeugen. Dabei ist vor allem vorteilhaft, dass bei digitalen Klassen die Möglichkeit besteht, Materialien lehrerübergreifend verwenden zu können. Aber was bringt einem die beste Technik, wenn sie nicht verstanden und nicht oder nur bedingt eingesetzt werden kann. Deshalb wird das Lehrerkollegium oft geschult, damit die Technik immer besser und innovativer in den Unterricht eingebaut werden kann.

Erster Platz für die Berufliche Oberschule Friedberg

Schließlich wurde unsere Schule mit dem 1. Platz beim „isi-Digital-Preis“ ausgezeichnet, der mit einem Scheck in Höhe von 5000,–€ dotiert worden ist. Dies war in sofern überraschend, da die Konkurrenz aus Holzkirchen und Bayreuth sich als sehr starke Konkurrenten herausstellten. Doch das Projekt überzeugte die Juroren am meisten – vor allem wegen der Tatsache, dass es besonders nachhaltig ist. Die Umsetzung wirkte als Außenstehender vielleicht nicht allzu schwer. 

Doch so easy, wie dabei alles wirkt, ist es dann auf jeden Fall eben doch nicht!

Autor: Fabian Wölfle

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Fällt dir Lernen schwer oder hast du sogar Prüfungsangst?

Dann haben wir für dich die richtige Lösung. Seit etwa anderthalb Jahren bietet Frau Hublitz das sogenannte Lerncoaching an. Darunter versteht man eine lösungsorientierte Arbeit, bei dem die individuellen Bedürfnisse des Schülers beziehungsweise der Schülerin im Vordergrund stehen,  um bestenfalls danach bessere Noten zu erlangen.

Viele haben das Programm auch schon sehr dankend angenommen.

So meint zum Beispiel Tobias, dass das Lerncoaching ein sehr gutes, individuelles Training ist.  So äußert er zum Beispiel zu den vielen interessanten Ansätzen und Übungen von Frau Hublitz für Zuhause sehr positiv. Deshalb fand er es insgesamt sehr hilfreich und würde es eindeutig weiterempfehlen!

Jessica äußert sich auch mit einer positiven Meinung darüber. Sie findet, dass es sich hierbei um ein unterstützendes Coaching handelt, da Frau Hublitz bei ihr sehr individuell auf ihre speziellen Bedürfnisse eingegangen ist. Sie gibt ihrer Meinung Schülern Tipps auf den Weg für gute Zeitpläne und geeignete Methoden, um den Lerndruck in den Griff zu bekommen.

Auch Dennis findet nur positive Worte über das Lerncoaching. So ist Frau Hublitz bei ihm auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen, indem sie beim ihm verschiedene Entspannungs- und Konzentrationstechniken angewandt hat. Dadurch fällt es ihm jetzt eindeutig leichter, mit stressigen Prüfungssituationen umgehen zu können.

Christian bleibt in seinem Feedback zwar kurz, doch das was er schreibt, stellt sich auch als sehr positiv heraus. Aus seiner Sicht war es sehr hilfreich, da das Lerncoaching seinen Schlafrhythmus deutlich verbessert hat. Denn entgegen der Meinung vieler Jugendlicher ist der Schlafrhythmus ein nicht unerheblicher Bestandteil für Lernerfolge.

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Ausflug nach Nürnberg: Heilig-Geist-Spital, Altstadt und Sterneköche

Am Dienstag, den 7. Mai 2019, fuhren die Schulklassen F12WB und F12WD der Beruflichen Oberschule Friedberg mit den Lehrkräften Frau Schwarzenberger und Frau Hublitz nach Nürnberg ,um dort einen letzten Ausflug vor dem anstehenden Abitur zu unternehmen.

Abfahrt: 8:20 Uhr. Nach einer relativ kurzen Busfahrt, erreichten wir unser erstes Ziel: Das Reichsparteitagsgelände.

Wir bekamen Audioguides, mit denen wir uns über die NS-Zeit informieren konnten. Mit vielen Fotos, Texten, Filmen und Requisiten wurden uns die Verbrechen dieser Zeit nähergebracht. Daraufhin fuhr uns der Bus in die Innenstadt Nürnbergs, in der wir ca. 3 Stunden Zeit hatten, uns selbst zu beschäftigen. Von Essen gehen, über Bilder machen, bis zum Shoppen, war alles dabei.

Als nächster Punkt stand eine Stadtführung in Nürnberg an. Ein sehr herzlicher Stadtführer nahm uns am Rande der Nürnberger Altstadt in Empfang. Der erste Blickfang war die historische Stadtmauer. Von dort aus ging es weiter zum Neuen Museum für Kunst und Design. Danach liefen wir am Restaurant „Imperial by Alexander Hermann“ vorbei und sahen den Sternekoch, der uns aus dem Fenster zugewunken hat.

Anschließend zeigte uns der Stadtführer das Heilig-Geist-Spital am Ufer der Pegnitz. Das Spital war die größte städtische Einrichtung zur Versorgung von Kranken und wurde damals vom reichsten Bürger Nürnbergs, Konrad Groß gestiftet.

Auf dem Weg zum Henkersteg und Weinstadel kamen wir an der Fleischbrücke vorbei, welche ihren Namen von einer damals nächstgelegen Fleischerei bekam. Auf dieser Brücke wird jedes Jahr eine große italienische Veranstaltung abgehalten, welche sich „Mercato dei sapori“ nennt.

Dieses Fest ist bei den Einwohnern Nürnbergs wegen ihrer italienischen Atmosphäre und den Köstlichkeiten sehr beliebt. Zuletzt haben wir noch den atemberaubenden Ausblick von der Kaiserburg über die Stadt Nürnberg genossen.

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Von dort aus ging es in eine kleine Brauerei, in der wir den Tag gegen 16:00 Uhr ausklingen ließen. Wir machten uns gegen 16:30 Uhr auf den Weg Richtung Bus, da die Abfahrt gegen 17:00 Uhr geplant war. Als wir jedoch am Bus ankamen, stellten wir fest, dass der Bus technische Probleme hatte und sich deshalb die Abfahrt um „Minuten“ verzögert. Nach vergangenen 30 Minuten war immer noch keine Besserung in Sicht und wir machten uns auf den Weg in einen nahe gelegenen Biergarten. Nach mehreren Stunden im Biergarten konnten wir nach einem schönen, erlebnisreichen Tag die Heimreise antreten.

Text: Isabella Hehl, F12WD

Hygiene wird groß geschrieben an der FOS/BOS Friedberg

Nachdem von Seite der Schülerinnen schon lange der Wunsch nach kostenlosen Hygieneartikeln in den Damen-WCs bestand, werden diese nun auch in der FOS Friedberg angeboten.

Doch wie kam es dazu?

Schülersprecher Thomas Berchtold wurde von seinen Mitschülerinnen angesprochen, ob er sich dafür einsetzen könnte, dass Tampons in der Toilette zur Verfügung gestellt werden.

„Mir hat eine Schülerin gesagt, dass es keine Tampons im WC gibt und ich habe darin ein Problem gesehen“, so Berchthold.

Bei Kontaktaufnahme mit der Verbindungslehrerin Manuela Keybach hatte Berchthold zuerst die Befürchtung, dass „es komisch rüber kommt, da er, als ein Junge, so etwas anspricht.“ Doch diese Sorge war unbegründet und Frau Keybach suchte sofort mit der SMV nach Lösungen.

Frau Keybach hat vorerst die Finanzierung übernommen, in der Hoffnung, dass die zur Verfügung gestellten Tampons nur als Reserve verwendet werden und auch Thomas‘ Anliegen ist es, dass „kein Blödsinn angestellt werden soll“.

Eventuell könnten die Hygiene-Artikel bereits im nächstem Schuljahr vom Förderverein bezahlt werden, sodass kein (Verbindungs-)Lehrer dafür aufkommen muss.

Am Ende meines Gesprächs mit Frau Keybach, meinte Sie, dass die Schülerinnen und Schüler jederzeit zu ihr kommen können, sowie auch zu ihrem Kollegen und ebenfalls Verbindungslehrer Herrn Goj, falls es irgendwelche Anliegen geben sollte.

Text: Silan Purç

Wusstet ihr eigentlich, dass…

… unsere Deutsch- und Geschichtslehrerin Frau Lipp…

… sich selbst als „lebensfroh, hilfsbereit und gesellig“ beschreibt,

… als Drink ein Champagner-Rosé wäre,

… als Schülerin „eine Nachteule“ war,

… in ihrer Freizeit gerne einen Ausflug in die Stadt zum Kaffeetrinken macht,

… von Unordnung auf die Palme gebracht wird,

… als Kind kurzzeitig mal Bäuerin werden wollte,

… am liebsten „How I Met Your Mother“ schaut?

Interview: Jasmin Rothbauer

 

Gemeinsam gegen Blutkrebs: 10 Jahre DKMS an der FOS/BOS Friedberg

Am 12.04.2019 gab es zum wiederholten Male an der Beruflichen Oberschule für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich typisieren zu lassen. Dies nahm „Friedo“ zum Anlass, mit dem Organisator der Typisierungsaktion an unserer Schule, Herrn Strika, über dieses Ereignis zu sprechen.

So erzählte Herr Strika, dass diese Typisierungsaktion dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet. Angesprochen auf den Grund, weshalb er diese doch sehr zeitaufwendige Organisation erstmalig vor 10 Jahren auf sich nahm und bis heute durchführt, antwortet er, dass ihm diese Aktion besonders wichtig sei, da man durch die mit relativ geringem Aufwand verbundene Typisierung einem Menschen eine 2. Chance geben kann. Ein wichtiger Punkt ist für ihm darüberhinaus auch, dass er es als seine Aufgabe als Christ sieht, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Deshalb ist er natürlich auch selbst typisiert, konnte bisher jedoch noch keinem Menschen direkt mit einer Knochenmarkspende helfen.

Ganz anders sieht das bei den Schülerinnen und Schülern der Beruflichen Oberschule Friedberg aus. Herr Strika erzählt stolz, dass bereits 18 ausgewählt wurden und Stammzellen gespendet haben. Zudem freut es ihn, dass die Aktion so positiv von der ganzen Schulfamilie angenommen wird. Diese Typisierung sei mittlerweile ein Teil der Schule und ihrer Entwicklung geworden. Die hohe Akzeptanz zeigt sich auch darin, dass 60-70% der Schüler daran teilnehmen. Dieses Jahr waren es alleine 198.

Begeistert erzählt der Religionslehrer, dass im Landkreis Aichach -Friedberg ca. 10% der Bevölkerung typisiert sind. An unserer Schule ließen sich die letzten zehn Jahre eine bemerkenswerte Anzahl von insgesamt 2254 Schülerinnen und Schülern typisieren. Wie wichtig Herr Strika dieses Projekt ist, kann man auch daran erkennen, dass er sogar diese Zahl auswendig kennt.

Das Gespräch mit Herrn Strika führte Stefanie Mayr.

„Auf ein Wort mit…“ Frau Dichtl: Über die Idee zum Recup-Becher und Preiserhöhungen im Pausenverkauf

Friedo: Was ist ein sogenannter „Recup-Becher“?                                                                                      

Dichtl: Ich finde, er ist eine nachhaltige Alternative zum bisher gewöhnlichen Plastikbecher.

Friedo: Warum haben Sie sich entschieden, den Recup-Becher anzubieten?      

Dichtl: Zum einen der Umweltaspekt natürlich. Zudem habe ich vor kurzem erfahren, dass seit dem 1. Januar 2019 zusätzlich zum Einkaufspreis noch eine Lizenzgebühr in Höhe von 0,10€ für alle „To go-Verkäufe“ anfällt. Der Staat möchte damit umweltunfreundlichen Dingen – wie zum Beispiel dem Einweg-Pappbecher – den Kampf ansagen. Diese 0,10€ an Gebühr pro Stück hören sich vielleicht zunächst nicht nach viel an. Wenn diese Lizenzgebühr  täglich aber zum Beispiel 200 Mal anfällt, haben wir schon 20€ mehr an Kosten im Gegensatz zu früher – nur an dem einen Tag.

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Friedo: Was würden Sie Schülern und Lehrern noch gerne zu diesem Projekt mitteilen?        

Dichtl: Die Leihgebühr von 1€ für den Recup-Becher stellt eher einen symbolischen Wert dar. Der Einkaufspreis für die Tassen ist deutlich höher. Ich möchte alle Schülerinnen und Schüler bitten, so ehrlich zu sein und die Tasse wieder abzugeben, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Sonst entstehen für mich wieder weitere Kosten.

Friedo: Man hört von der Schülerschaft oft den Spruch „Oh, schon wieder teurer!“, wenn es um Ihren Pausenverkauf geht. Was sagen Sie dazu?              

Dichtl: Auch in der Wirtschaft steigen die Preise ständig. Nachdem ich hauptsächlich an Schüler verkaufe, kann ich die Preise natürlich nicht unendlich anpassen. Jedoch muss ich sie etwas anpassen, da ich sonst in finanzielle Schwierigkeiten gerate.          Außerdem sind die Personalkosten deutlich gestiegen. Dies liegt zum einen daran, dass ich wegen dem „fpA-Freitag“ an diesem Tag keinen Praktikanten mehr habe und in einer Woche sogar generell nur einen.

Zum Anderen haben mich früher Mütter oft ehrenamtlich unterstützt. Heute ist das nicht mehr so – da fallen natürlich insgesamt deutlich höhere Personalkosten an.  Zudem kommen da noch die Tüten hinzu. Selbst für eine trockene Laugenbreze wollen die Schüler oft eine Tüte dazu. Das kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Eine Tüte kostet mich auch 3 Cent. Bei vielen Tüten kann das im Jahr oft eine große, unterschätzte Summe ergeben. Außerdem brauchen wir häufig neue Geräte. Die kosten auch Geld. Dies habe aber bisher nicht auf meine Waren umgelegt.

Friedo: Gab es mögliche Alternativen zu den leichten Preiserhöhungen?                                             

Dichtl: Da gibt es nur noch eine – nämlich eine radikale Kürzung des Angebots. Es war mir aber immer wichtig, dass Schüler im Gegensatz zu vielen anderen Pausenverkäufen wählen können. Diese Angebotsbreite ist aber auch sehr teuer. Zudem wird sie von vielen Schülern nur noch wenig geschätzt. Wenn einmal kein Obst oder Nudelsalat da ist, wird darüber gleich wieder geschimpft. Wir können und wollen die Vielfalt nicht mehr aufrecht erhalten, wenn sich die Situation so weiterentwickelt. Stattdessen müssten wir zum Beispiel einen „Leberkästag“ machen. Der ist für mich wirtschaftlich rentabel, aber nicht im Sinn vieler Schüler.

Friedo: Möchten Sie zum Schluss noch etwas loswerden?

Dichtl: Leider habe ich schon öfter miterleben müssen, dass mir Soßen geklaut werden. Manchmal erwische ich ihn oder sie auch vor Ort. Ich finde das besonders dreist. Dazu erleide ich dadurch auch einen finanziellen Schaden, an den oft auch nicht gedacht wird.

Das Interview mit Anita Dichtl führte Fabian Wölfle.